Betrieb und Infrastrukturen schützen.

Kritische Infrastrukturen - KRITIS - werden gemeinhin mit dem IT-Sicherheitsgesetz gleichgestellt, auf Basis dessen über das BSI-Gesetz derzeit neun Sektoren von existenzieller Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen definiert wurden. 

Aber darüber hinaus sind alle Unternehmen gefordert: Für die Sicherstellung der betrieblichen Kernprozesse für Produktion, Datenverarbeitung, Logistik etc. gilt es, ein funktionierendes Sicherheitsmanagement aufzubauen und zu betreiben.

Weitere Informationen zum Schutz Kritischer Infrastrukturen: www.vzm.de

Härte- und Funktionstests für hochverfügbare Rechenzentren und IT sowie unternehmensinterne kritische Infrastrukturen (TGA)

  • Healthchecks, Stresstests und systematische Funktionstests der Technischen Gebäudeausstattung
    • kontinuierlich
    • wiederholt
    • stichprobenweise
    • problemorientiert
  • Umfassende Härtetests
    • nach Neubau, Umbau - vor Betriebsübernahme
    • nach größeren Reparaturen oder Sanierungen, die einen Gesamt- oder Teiltest erfordern

     

Sind Sie sicher, dass die technische Infrastruktur Ihres Rechenzentrums, Ihrer Produktion oder Logistik so funktioniert, wie Sie es sich vorstellen?

Wann haben Sie zuletzt getestet, ob Ihre technische Infrastruktur das tut, was es soll?
Zum Beispiel, wenn der Strom ausfällt.

  • Übernimmt eine Ersatzversorgung unterbrechungsfrei die Stromversorgung?
  • Wird ein Lastabwurf durchgeführt?
  • Laufen Shutdown- und Abschaltroutinen (Powermanagement) wie gewollt ab und werden entweder automatisch oder manuell Steuerungen der TGA aktiviert, Server, Speichersysteme oder Netzwerk heruntergefahren bzw. abgeschaltet?
  • Sind automatische Restes funktionsfähig?
  • Haben Sie Master-Slave-Funktionen, die einen Gesamtausfall befürchten lassen?
  • Ist eine Klimatisierung im Havariefall gewährleistet?
  • Funktioniert ein automatischer Wiederanlauf nach Störungsbeseitigung?
     

Was können Sie tun?

Vor der Inbetriebnahme eines jeden Rechenzentrums, Serverraumes, der Logistik-Komponenten und einzelner Infrastrukturtechniken sowie regelmäßig im Betrieb sollten Härte- und Funktionstests durchgeführt werden, die Testszenarien für

  • einzelne Systeme
  • Redundanzsysteme und -anlagen
  • gewerkeübergreifende Funktionen

vorsehen.

Die Testszenarien enthalten:

  • die Beschreibung eines Testablaufes:

    • Wie wird der Test ausgelöst?
    • Welche echten Schalthandlungen, Fehler oder simulierten Ereignisse werden ausgelöst?

  • Erwartete Funktionen:

    • Schaltungen und Systemreaktionen werden in Checklisten nach Sollzuständen oder Sollmaßnahmen vorausgedacht.

  • Die tatsächlichen Funktionen werden ebenfalls in Checklisten festgehalten.
  • Soll-Ist-Vergleich der Ergebnisse mit Ableiten von Verbesserungen und Maßnahmen.
     

Damit wird der Härte- und Funktionstest ein wesentlicher Bestandteil Ihres Qualitätsmanagements, das die Verfügbarkeit Ihrer IT und anderer kritischer Infrastrukturen Ihres Unternehmens gewährleistet.

Gleichzeitig ergibt sich als wertvoller Zusatzeffekt eine Prüfung der Bestandsdokumentation. Erkannte Fehler können nachgeführt werden.

Der Aufwand für solche gewerkeübergreifenden und interoperablen Härte- und Funktionstests ist, gemessen an möglichen Ausfallschäden, äußerst gering.

Nur mit turnusmäßigen Härte- und Funktionstests lässt sich ein gesicherter und hochverfügbarer IT-Betrieb sicherstellen und schützt vor bösen Überraschungen.

Härtetests gehen wesentlich weiter als Abnahmen nach HOAI. Das BSI schreibt Härtetests übrigens explizit vor. Ebenso die Zertifizierungsvorgaben der TÜVs.